Pyrolyse-Labor

Pflanzenkohle ist der Festrückstand aus der Pyrolyse von Biomasse. Das entsprechende Verfahren PyCCS (pyrogenic carbon capture and storage) bzw. BCR (biochar carbon removal) liefert weltweit über 80% der produzierten Kohlenstoffsenken. Damit ist es die am weitesten entwickelte Negativemissionstechnologie (NET) zum aktiven CO2-Entzug. Sowohl die Pflanzenkohle, als auch die entstehenden Pyrolyseöle und -gase können heute und in Zukunft helfen, die Wirtschaft zu defossilieren und das Klima aktiv zu kühlen.
 

Unser Fokus liegt insbesondere auf folgenden Bereichen:

  • Pflanzenkohle aus Biomassen zur Anwendung in der Landwirtschaft und Materialien
  • Charakterisierung von Pyrolyseprozessen und Pflanzenkohlen

Dafür verfügen wir über eine Laborausstattung, um die Herstellung und Anwendung von Pflanzenkohlen und Pyrolyseprodukten zu optimieren:

  • Mühlen zur Zerkleinerung (Schneid-, Hammer-, Kugelmühlen, Häcksler)
  • Pelletieranlage
  • Trockenschränke
  • Muffelofen
  • Chemische Analytik im Chemielabor (u.a. TOC, TN, GC, ICP-OES)
  • Wasserhaltekapazität
  • Labor für Rundbildchromatographie
  • Rasenbesander zur Ausbringung von Pflanzenkohle
  • Zugang zu Gewächshaus für Pflanzversuche
  • Kon-Tiki manueller Pyrolysereaktor mit Abgasanalytik
  • Vollautomatische Pyrolyseanlage mit 10 kg/h Biomasse-Durchsatz (Regenis MAX)

Unsere Pflanzenkohle-Projekte finden im Rahmen des Think Tanks FYI:Landwirtschaft 5.0 (fyi-landwirtschaft5.org) statt.