Smart Grid

Am RIZ Energie wird ein komplexes dreiphasig ausgelegtes Stromnetz als Micro Grid betrieben, das möglichst aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. Drei Photovoltaikgeneratoren sorgen mit je 2,16 kW Peakleistung für einen bedeutenden Beitrag aus Solarenergie. Für die Zwischenspeicherung der Energie werden stationäre Batterien verschiedener Technologien geladen oder die Traktionsbatterie des Elektrofahrzeuges „betankt“. Als Energienutzer können verschiedene schaltbare Lasten in das Stromnetz integriert werden. Elektronische Lasten erlauben es, unterschiedliche Anwendungsfälle zu emulieren, vom Einfamilienhaus bis zum kleinen Gewerbebetrieb. Die Energiebereitstellung aus regenerativen Energiequellen wird durch einen Windgenerator mit 5,5 kW Peakleistung ergänzt.
Die intelligente Steuerung der einzelnen Komponenten erfolgt über ein prädiktives Energiemanagement welches Wetter-, Bedarfs- und Nutzungsprognosen berücksichtigt. Ein wichtiger Anwendungsfall ist die netzdienliche Steuerung, bei der das Micro Grid beispielsweise über das eingebaute Smart Meter Gateway mit externen Partnern im Sinne eines Smart Grids kommuniziert und je nach Zustand des übergeordneten Netzes oder des Marktes Strom aufnimmt oder abgibt.
Die Automations- und Kommunikationsstruktur erfolgt auf SPS-Basis mit direkter Kopplung mit der Managementebene des Micro Grids. Damit lässt sich das komplexe Zusammenspiel von Datenerfassung von Zählern und Netzzuständen, der Reglung und Steuerung sowie Ertrags- und Bedarfsprognosen in einem Energiemanagementsystem abbilden.

 

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Foto: Hochschule Offenburg