Third Mission

Praxis im Studium

Das praxisnahe Studium Nachhaltige Energiesysteme stellt die Vielfalt der Energietechnik vor und führt in ganz konkrete Aufgaben aus dem Berufsleben ein.

  • In studentischen Laboren wird die erlernte Theorie angewendet. In den Laboren werden Versuche selbständig oder angeleitet durchgeführt. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, in den Laboren an konkreten Forschungsprojekten teilzunehmen.
  • Im studentischen Projekten haben die Studierenden die Möglichkeit, sich in einem Team mit der konkreten Ausgestaltung der nachhaltigen Gebäudetechnik zu beschäftigen und diese auch umzusetzen.
  • Im Praxissemester wird das Wissen in einem Unternehmen angewendet und ein eigenes Projekt entwickelt und umgesetzt.
  • In Exkursionen erleben die Studierenden die unterschiedlichen Branchen der Energietechnik.
  • Im Studienverlauf haben die Studierenden die Möglichkeit, an Forschungsprojekten mitzuarbeiten, um neben der Vertiefung von Fachkenntnissen auch etwas Geld zu verdienen.
  • Kolloquien, Seminare und Workshops stellen in verschiedenen Formaten regelmäßig Themen aus dem gesamten Themenbereich der Energie- und Gebäudetechnik vor. Hier treffen sich Studierende, Professoren, Forscher aus der Hochschule Offenburg und aus anderen Instituten sowie Vertreter aus der Industrie, um über aktuelle Entwicklungen gemeinsam zu diskutieren. So finden beispielsweise im laufenden Semester Forschungskolloquien am Institut für Energiesystemtechnik oder zur „Forschung auf dem Campus“ statt.

Einblicke

Praxissemester

Das fünfte Studiensemester ist ein Praxissemester, das die Studierenden in Unternehmen oder in hochschulinternen Forschungsprojekten absolvieren.

Daniel Knapp Ich habe mein Praxissemester bei einem regionalen Energieversorgungsunternehmen in Baden-Württemberg gemacht. Hier habe ich viele Bereiche der Energieversorgung kennen gelernt. Die meiste Zeit war ich bei der Planung eines Windparks tätig, habe mich aber auch mit Kraft-Wärme-Kopplung, Fernwärme, Sonnenenergie und Wasserkraft beschäftigt. Hierbei konnte ich sehr gut meine bisherigen Kenntnisse aus dem Studium anwenden und vertiefen, da mein Tätigkeitsfeld den kompletten Arbeitsbereich eines Ingenieurs bzw. einer Ingenieurin abgedeckt hat: Von der Planung über den Kundenkontakt bis hin zum Bau von Anlagen. Wichtig waren hierbei vor allem die Fächer „Regenerative Energietechnik“, „Kraft-und Arbeitsmaschinen“ und „Betriebswirtschaftslehre“, da neben der technischen Seite auch wirtschaftliche Gesichtspunkte eine große Rolle gespielt haben. Höhepunkte des Praxissemesters waren sicherlich die Tage, an denen ich nicht nur im Büro war, sondern die verschiedenen Technologien vor Ort live erlebt habe. So war ich zum Beispiel beim Aufstellen eines Windmessgerätes dabei, habe ein Wasserkraftwerk von innen gesehen, durfte mir ein neues Blockheizkraftwerk bei der Abnahme durch den TÜV anschauen und habe sogar selbst Starkstromkabel verlegt. [Herr Knapp ist heute in der Energietechnik tätig.]

Daniel Meierhöfer Ich habe mein Praxissemester bei einem mittelständischen Hersteller von Klimageräten im Ruhrgebiet gemacht. Das Unternehmen entwickelt und produziert Lüftungs-, Klima- und Kältesysteme. Vor allem die Vorlesungen „Thermodynamik“, „Raumluft- und Klimatechnik“ sowie „Strömungslehre“ ließen sich gut auf die Praxis übertragen. Neben der Vertiefung des theoretischen Wissens lernte ich besonders im Umgang mit Kund*innen und Arbeitskolleg*innen dazu. Außerdem lernte ich die Abläufe in einem Unternehmen kennen. Höhepunkt des Praxissemesters war, dass die Messungen eines Kühlsystems erfolgreich verliefen. Dieses System konnte auf der ISH-Messe vorgestellt werden. Ich werde in diesem Themenfeld meine Bachelor-Thesis schreiben und plane, nach dem Abschluss weiter in der Lüftungs- und Klimabranche tätig zu sein. [Herr Meierhöfer hat im Anschluss an sein Bachelor-Studium eine Tätigkeit im Bereich der Produktentwicklung von Klimazentralgeräten aufgenommen und ein berufsbegleitendes Master-Studium begonnen.]

Fabian Scheer Ich arbeitete während meines Praxissemesters im Laborbereich der Abteilung Forschung und Entwicklung bei einem großen Anlagenbauer in Hamburg. Dort werden strömungstechnische, thermodynamische und akustische Fragestellungen im Rahmen von experimentellen Untersuchungen oder Simulationsrechnungen bearbeitet. Hauptsächlich war ich mit der Konstruktion und dem Aufbau von Versuchsmodellen, Durchführung strömungstechnischer und thermodynamischer Messungen und der Auswertung und Dokumentation von Versuchsergebnissen beschäftigt. Mein fachspezifisches Wissen, das in den Vorlesungen an der Hochschule Offenburg vermittelt wurde, konnte ich gut anwenden und vertiefen. Ich habe in meinem Praxissemester die ingenieurspezifischen Tätigkeiten und Arbeitsbereiche kennen und verstehen gelernt. [Herr Scheer hat im Anschluss an sein Studium eine Tätigkeit im Bereich der Planung gebäudetechnischer Systeme aufgenommen.]

Maik Wussler Mein Tätigkeitsfeld bei einem Ingenieurbüro in Braunschweig lag im Bereich des Energie- und Qualitätsmanagements für Gebäude im Passivhausstandard. Hier wertete ich mit firmeneigener Software Messdaten aus, um die Performance von Gebäuden zu bewerten und Verbesserungspotentiale zu ermitteln. Außerdem war ich in die Qualitätssicherung am Bau involviert. Dazu gehörten Baustellenbegehungen, Luftdichtheitsmessungen, Untersuchungen mit der Thermografiekamera und Abnahmen von Heizungs-, Elektro- und Lüftungssystemen dazu. Hier waren für mich speziell die Vorlesung und das Labor „Raumluft- und Klimatechnik“ sehr hilfreich. Auch das Wissen aus den Vorlesungen „Thermodynamik“, „Wärmeversorgung“, „Messdatenerfassung“, „Regelungstechnik“ sowie „Planung und Betrieb energietechnischer Anlagen“ konnte ich anwenden und vertiefen. Einer der Höhepunkte meiner Zeit in Braunschweig war die Aufschaltung einer firmeneigenen 18,8 kW-Photovoltaikanlage (in Verbindung mit einer Kältemaschine zur solaren Kühlung), die ich in Eigenleistung geplant und montiert habe. Während des Praxissemesters konnte ich mein fachliches und praktisches Wissen vertiefen und lernte auch den Umgang mit Kolleg*innen, Partner*innen und Kund*innen kennen und so mein Auftreten in der Arbeitswelt zu optimieren. Hier erhielt ich gute Einblicke in größere Bauprozesse und lernte das Zusammenspiel und die Koordinierung der Abläufe kennen. Nach meinem Studium möchte ich in der Branche tätig bleiben. Besonders mein Interesse am Energiemanagement und der Konzeptentwicklung und -optimierung wurden durch das Praxissemester nochmals verstärkt. [Herr Wussler hat im Anschluss an sein Studium eine Tätigkeit im Bereich der Betriebsoptimierung von Gebäuden aufgenommen.]

Julian Schoch Mein Praxissemester habe ich bei Deutschlands größtem Projektentwicklungsunternehmen für Anlagen der Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen gemacht. Ich war in der Abteilung Marketing und Vertrieb tätig, in der auch die Produktentwicklung angesiedelt ist. Das Wissen aus dem Studium hat mir dabei sehr geholfen: Ich konnte mich schnell in komplexe Fragestellungen einarbeiten, da ich auf Erlerntes aufbauen und die Inhalte unterschiedlicher Vorlesungen verknüpfen konnte. Hierbei hatte ich den Vorteil, dass ich im Studium auch das Systemdenken und die Verknüpfung zwischen verschiedenen Technologien und Energiesystemen (Kraft-, Wärme-, Kälte- und Stromversorgung) kennengelernt habe. Gerade die energiewirtschaftlich geprägten Vorlesungen während des Studiums haben mir bei meinen täglichen Aufgaben geholfen. Zum Beispiel habe ich Verkaufsunterlagen mit belastbaren Zahlen zum Eigenverbrauch bei erneuerbaren Energien erstellt oder branchentypische Strompreise ermittelt, um maßgeschneiderte Lösungen für verschiedene Industriekunden anbieten zu können. Die Grundlagenermittlung und Vorplanung, wie z. B. die Auswertung von Standortdaten und das Prüfen auf Solar-, Wind- oder Biogaspotenziale auf dem Firmengelände und der näheren Umgebung, gehörten ebenfalls zu meinen Aufgabengebieten. [Herr Schoch ist heute in einem Planungsbüro für Energietechnik tätig.]

Exkursionen

Die Exkursionen zeigen verschiedene Praxisanwendungen aus dem Bereich der Energietechnik und führen zu Firmen der Energiebranche. Im Studienverlauf haben die Studierenden regelmäßig die Möglichkeit, an ein- und mehrtägigen Exkursionen teilzunehmen. Im Herbst finden einwöchige Exkursionen statt.

Einwöchige Exkursionen, z. B.:

Eintägige Exkursionen, z. B.: